Die Frage nach dem nötigen Eigenkapital stellt sich jedem angehenden Immobilienkäufer. Wie viel Sie einbringen, beeinflusst Zins, Rate und Sicherheit der Finanzierung deutlich. Dieser Ratgeber ordnet die gängigen Empfehlungen ein. Die Mindestempfehlung: Nebenkosten selbst tragen. Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklerprovision machen je nach Bundesland rund 8–12 % des Kaufpreises aus. Diese Kosten finanzieren Banken ungern mit. Als absolutes Minimum sollten Sie sie daher aus Eigenkapital bezahlen. Die komfortable Zielgröße. Viele Berater empfehlen, 20 bis 30 % des Kaufpreises plus Nebenkosten aus eigenen Mitteln aufzubringen. Das senkt Kreditsumme, Zins und Rate und schafft einen Puffer gegen Wertschwankungen und Lebensrisiken. Was als Eigenkapital zählt. Berücksichtigen Sie alle liquiden und liquidierbaren Mittel: Sparguthaben, Bausparverträge, Wertpapiere, den Rückkaufwert von Versicherungen und bereits schuldenfreie Grundstücke. Auch handwerkliche Eigenleistungen können in Grenzen als Eigenkapital angerechnet werden. Balance zwischen Eigenkapital und Reserve. Stecken Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen in die Immobilie. Halten Sie eine Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben und Instandhaltung zurück. Eine gesunde Balance zwischen hohem Eigenkapitaleinsatz und ausreichender Reserve ist entscheidend.